Heuerbaas's blog
Am Samstag, 14.01.2012 haben 30 Probanden ihre SBF-Binnen-Teilprüfung Theorie absolviert und alle haben bestanden! Zusätzlich haben noch 20 Freiwillige im Rahmen eines Feldversuches des DSV die neuen Prüfungsbögen nach multiple choice ausgefüllt. Da alle Probanden sehr gut auf die Prüfung vorbereitet waren, konnten sie sehr schnell die neuen Fragebögen erfolgreich ausfüllen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses waren beeindruckt.
Wir gratulieren allen 30 Prüflingen zur erfolgreich bestandenen 1. Teilprüfung!
Skippertraining mit Lemsteraaken
Es beginnt eigentlich vorher:
Bereits am Donnerstag reisen wir mit 4 Mann an, um an unserem Vereinsschiff "Antares" im Hafen "Eendracht" in Heeg/Friesland zu werkeln. Von den ursprünglich 8 Ausbildungsschiffern sind leider nur 4 Schiffer übrig geblieben, da 4 Personen kurzfristig andere Termine wahrnehmen mussten.
Am Freitagmittag übernehmen wir die Lemsteraak "Ronde Walvis", 14,50 m lang, 4,80 m breit, Tiefgang 1,00 m, Verdrängung: 21 ton. bei Heech by de Mar in Heeg, Friesland.
Wie immer die Übernahme durch den Vercharterer: freundlich, erklärend, vertrauensvoll, einfach und effektiv. Auf unseren Wunsch hin werden die Besonderheiten dieses Schiffes eingehend erklärt.
Nach dem Verstauen unseres Gepäcks wird das Vorsegel angeschlagen und abgelegt. Da wir nur 4 Skipper sind - ursprünglich sollten, wie bereits erwähnt, 8 Skipper teilnehmen - werden die Aufgaben für dieses Training von allen 4 übernommen. Also erwartet uns alle viel Arbeit. Bei Wenden und Halsen Backstagen setzen, Seitenschwerter fieren und holen, Segeltrimmen (sehr große Segelflächen) usw. usw. Bei diesem Schiff viel Arbeit für wenig Leute! Rückwärtsfahren mit einer solch großen Lemsteraak muß geübt werden, ebenso Drehmanöver im engen Hafenbereich usw.!
Wir legen bei guten Segelbedingungen, Wind aus SW, ab, auf dem Heeger Meer werden die Segel gesetzt. Mit Hilfe der am Mast angebrachten Winschen wird das Groß gesetzt. Im Gegensatz zu den bisher gesegelten Aaken relativ einfach, da die Segel nicht von Hand gesetzt werden müssen. Ein wenig wird experimentiert, bis alle Feinheiten des Segelsetzens erreicht werden. Nun werden alle Feinheiten der Trimmmöglichkeiten eines traditionellen Segelschiffes ausprobiert. Danach erreichen wir den Binnenhaven von Stavoren und legen in gewohnter Weise mit Anzeigen von Fingern für die Entfernungen zum Ufer an, 21 ton. zu händeln sind nun mal nicht immer einfach.
Am nächsten Morgen steht das Ausschleusen durch die Schleuse von Stavoren an. Leider ist wie immer zu dieser Jahreszeit der Wartesteiger voll und wie erwartet, drängeln sich manche andere Schiffe unverschämt vor und prompt schliesst die Schleuse gerade vor dem Einfahren in dieselbe!. Also Maschine rückwärts und einen neuen Platz vor dem Wartesteiger suchen und das bei seitlichem Wind!.
Daher: vorsichtig nach vorne arbeiten, in der Schleuse ruhig anlegen und danach öffnet sich das Tor zum Ijsselmeer. Draußen zunächst relativ ruhiges Wetter, aber gut zu segeln. Also wieder: sämtliche Segel setzen, schauen, welche Trimmmöglichkeiten gegeben und erforderlich sind.
Auf dem Ijsselmeer probieren wir verschiedene Manöver, inkl. MOB. , alles läuft gut ab. Am späten Nachmittag nach mehreren Kreuzschlägen erreichen wir den Buitenhaven in Enkhuizen und legen im Päckchen an. Michael Saal liegt dort bereits mit einer Bavaria, die er mit seiner Family gechartert hat und nach dem üblichen Anlegerschluck und Abendessen (Gambas in alio, dazu einen gut gekühlten Sauvignon blanc aus Chile) treffen wir uns alle im "kleenen Cafe".
Morgens verabschieden wir uns von Michael und wollen mit dem angesagten raumen Wind nach Stavoren segeln. Draußen brist es kräftig auf. Für uns reicht das Vorsegel bei dem zu erwartenden Kurs mit Wind aus SW. Viele uns begleitende Schiffe sind übertakelt, schiessen in die Sonne und müssen draußen bei zunehmenden hohen Seegang reffen. Hier zeigt sich das Erfahrungspotenzial der Ausbildungsskipper: Frühzeitig erkennen wir, dass auf diesem Kurs das Vorsegel reicht, um Geschwindigkeiten um 6 ktn. zu erreichen. Der Wind brist auf bis auf 7 Bft in Böjen, die Wellen sind sehr hoch, das Boot rollt zwischendurch sehr kräftig.
Wie geplant, erreichen wir Stavoren-Reede: Frühzeitig und vorausschauend müssen Segel geborgen, der Klüverbaum angehoben, Wasser-, Backbord- und Steuerbordstag gelöst werden. Aber hier im Vorhafen von Stavoren-Reede ist der Teufel los: Starkwind auf der Reede, viele Schiffe (es ist Sonntagabend) wollen durch das Nadelöhr in Richtung Friesland. Anlegen am Steiger kaum möglich, sehr starke Versetzung durch Wind und Vordrängelversuche anderer Segler im Wartesteiger. Hier gilt es also, das Schiff in guter Position zu halten und nirgendwo anzuecken, nicht gerade eine Kleinigkeit, denn selbst 21 ton. werden vom Wind erheblich versetzt. Der Steuermann gerät geradezu ins Schwitzen und kriegt dicke Arme beim Kurbeln seines Steuerrades und Bedienen des Gashebels. Aber alles klappt hervorragend und wird können bei starkem achterlichem Wind in die Schleuse fahren und gut mittels rückwärtslaufender Schraube in der Schleuse anlegen.
Nun geht es weiter unter Vorsegel Richtung Heeg über den Fluessen. Das Schiff läuft gute Geschwindigkeit, so dass wir frühzeitig in Heeg ankommen und beschliessen, den Tag abzuschließen und bei Frau Veenstra (Institution für Fisch in Heeg) anzulegen, dort eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen und anschließend den Heimathafen bei Heech by de Mar anzulaufen. Dort erwartet uns Herr Kokebakker, der mit unserem Anlegemanöver sehr einverstanden ist, da wir bei ablandigem Wind (sehr stark), das große Schiff problemlos an die Pier bringen (wir sind ja auch Ausbildungsskipper !).
Am nächsten Morgen checken wir aus. Kein Kratzer am Schiff, kein Crash. So ist man dies von uns gewohnt.
Danach geht es wieder zum Vereinsschiff "Antares" im Hafen "D'Eendracht" in Heeg, weiter werkeln bis Dienstagnachmittag.
Fazit:
Leider verblieben nur noch 4 Ausbildungsskipper von ursprünglich 8 eingeladenen übrig, um mit diesem großen traditionellen Segelschiff üben zu können. Deshalb war sehr viel Arbeit für die verbliebenden Ausbildungsskipper angesagt, was diese aber gerne angenommen und auch hervorragend bewältigt haben .Diese kleine Mannschaft bewerkstelligte alle Manöver wie An- und Ablegen, Rückwartsfahren und Drehen im engen Hafenbereich, Drehen auf dem Teller, Segeltrimm usw. ordentlich, um mit den Eigenarten eines traditionellen holländischen Segelschiff vertraut zu werden. Alle hatten viel Spaß und Freude, da die Wetterbedingungen: Wind aus SW bis zu 7 Bft in Böjen mit teilweise sehr hohen Wellen doch schon einiges abverlangten auf dem Ijsselmeer und Fluessen. Viele begleitende Boote schossen in die Sonne, da ihre Segelgarderobe zu groß war, unsere Skipper aber doch aufgrund ihrer Erfahrung die richtige wählten.
Törnbericht SKS-Ausbildungspraxis 15.- 22.04.2011
Vorwort:
Manchmal passieren doch seltsame Dinge unmittelbar vor dem Törn: Ein paar Tage vorher meldet sich ein Kursteilnehmer ab, der auf der "Boreas" Crewmitglied sein sollte, weil seine Frau im 9. Monat schwanger wurde und ihm auffiel, dass er als werdender Vater doch besser zu Hause sein sollte.
Ebenso kurzfristig sagten 2 Crewmitglieder der "KiMaLa" ihre Törnteilnahme ab: Der eine, weil er in seinem Studio eine Wasserleitung angebohrt und alles unter Wasser gesetzt hatte und der andere in seiner Firma Wirtschaftsprüfer im Hause hatte, die sich dort länger als geplant einnisteten.
So begann schon der Schwund in einigen Crews.
Dieser Törnbericht ist überwiegend aus der Sicht der "Kaboom" geschrieben, ohne aber die anderen Schiffe, insgesamt nahmen 6 Schiffe an der Prüfung teil, zu vernachlässigen. Ein weiteres 7. Schiff von unserem Kooperationspartner Adriatic-Sailing, stieß dann am Prüfungstag zu uns, so dass wiederum eine zahlenmäßig große Prüfung zustande kam.
Folgende Schiffe gehörten zur USC-Flottille:
"Kaboom", Schiffsführer Hajo Runge, Crew: Sebastian Hollenberg, Patricius Sawczuk, Anna-Lena Lamprecht, Christian Kleinen, Peter Chronz.
"Boreas", Schiffsführer Frank Lumpe, Crew: Robert Redepenning, Stefan Wachholz, Friedrich Thomas, Katharina Pfeiffer.
"Kleine Beer", Schiffsführer Helmut Presber, Crew: Christine Miller, Axel Böttcher, Tobias Wendtland, Moritz Hansen, Michael Hißmann.
"relaxe", Schiffsführer Gerhard Weishaupt, Crew: Michael Spreen, Holger Fieler, Hans-Jürgen Günther, Martin Freiß, Daria Schönwald.
"KiMaLa", Schiffsführer Gerd Buschmann, Crew: Fabian Solf, Volker Hoffmann, Achim Feller, Silke Feller,.
"Suerte", Schiffsführer Andreas Göke, Crew: Andreas Krell, Bernd Jantzen, Beate Chadt, Wolfgang Chadt.
1. Tag, Freitag, 15.04.2011, Anreise und Eincheck.
Ab 15.00 Uhr trudeln die Crews so langsam in Lelystad/NL in der Flevo-Marina ein, um ihre Schiffe zu übernehmen und sich einzurichten. Gegenüber den früheren Jahren wird am Anreisetag nicht mehr ausgelaufen, da es sich herausgestellt hat, dass es besser ist, dass die Crews sich auf ihren Schiffen einrichten, das Schiff sowie die anderen Crewteilnehmer kennenlernen und die Zeit mit den Sicherheitseinweisungen zu verbringen. Auch verkraftet mancher physisch nicht, sofort am gleichen Tage mit dem Segeln auf See zu beginnen.
Seltsamerweise gibt es auf vielen Schiffen der USC-Flottille abends Chili con carne zum Abendessen, so auch auf der "Kaboom". Haben sich die Crews abgesprochen?
2. Tag, Samstag, 16.04.2011, Auslaufen
Der Tag beginnt ungünstig. Skipper Gerd von der "relaxe" klagt über enorme Bauchschmerzen. Er hat die Nacht über nicht geschlafen und kann seltsamerweise kein Wasser lassen. Es besteht der Verdacht einer Harnwegeverschlingung. Also, telefonisch den Arzt konsultiert, der ordnet sofort an: Gerd muss umgehend ins Krankenhaus, es muß ein Katheder gelegt werden! Robert erklärt sich bereit, Gerd mit dem Auto nach Dortmund zu bringen, da er ohnehin eine Klausur am Montag in der TU schreiben und somit seinen Törn für diesen Tag unterbrechen muß. Alle hoffen, vor allem Gerd, dass er schnellstens wieder zu uns stoßen kann.
Zunächst ist zwar die "relaxe" ohne Ausbildungsskipper, da aber die Jungs bereits seit mehreren Jahren zusammen segeln, wird Michael als Skipper bestimmt und die "relaxe" läuft in der Sicherheit der Flottille mit, was auch, wie es der Tag zeigt, gut geht.
Gegen 10.00 Uhr, nachdem Gerd's Problem geregelt wurde, läuft die Flottille Richtung Nord aus. Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist es nicht mehr kalt, die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm warm, aber dafür leider nicht allzu viel Wind. Nach den ersten Sicherheitsmanövern auf See heißt es nun: Meilen machen, aber bei dem wenigen Wind leichter gesagt, als getan. In unserer Crew übernimmt Anna-Lena neben den Navigationsaufgaben die Kombüse und entlastet den Skipper beim Kochen. Spät abends wird in der Funkrunde abgesprochen, Hindeloopen anzulaufen, um dort zu übernachten.
Gerd ist mit der "KiMaLa" vorausgeeilt und weist uns über Funk den Liegeplatz zu. Etwas verwundert stellen wir fest, dass zwar alle Schiffe zusammenliegen, obwohl der Hafen rammelvoll ist, doch das mit dem "Meilenmachen" hat Gerd wohl auch auf den Landweg übertragen: Wir müssen zu den Toiletten, Duschen und Ort außen um den ganzen Hafen herumlaufen. Na ja, jeder Gang macht schlank.
Zum Abendessen serviert der Skipper an Bord Saltimbocca a la romana mit einer perfekten Salbei-Weißweinsoße, dazu einen gut gekühlten Silvaner aus Franken, übrigens mit dem Namen: "Anna-Lena".
3. Tag, Sonntag, 17.04.2011, Meilen machen und Manöver üben
Morgens früh geht es raus, als Ankunftshafen vereinbaren die Ausbildungsskipper Enkhuizen, und da der Wind immer noch nicht so richtig "aus dem Quark" kommt, geht es das Ijsselmeer wieder rauf und runter, mal unter Segel, mal unter Motor, vor Enkhuizen werden dann mehrere Manöver durchgeführt.
Ein wichtiges zur Mittagszeit: Beiliegen u. z. mit dem Großsegel auf der Backbordseite, damit die anderen Schiffe unsere Vorfahrt beachten müssen und wir in aller Ruhe - da wir ja in NL sind ;-)) - zu unserem dejeuner (also Mittagstisch) unsere provenzalische Soupe de poissons (provenzalische Suppe von Fischen und Krustentieren) mit Rouille setoise und geraspeltem Käse sowie mit Knoblauch beriebenen Brote und danach noch einen Obstsalat und Frozen Vla und Frozen Joghurt (die Kühlbox arbeitet super) zu uns nehmen können, den Anna-Lena mal so eben hergestellt hat. Danach viele Manöver und wieder Meilen. Gegen Abend laufen wir - schön zum Üben - das Richtfeuer von Enkhuizen - dann den Buitenhaven in Enkhuizen an.
Die bereits im Hafen liegende "relaxe" begrüßt die "Kaboom" wie es sich für einen "Admiraal van het zandbanken" gehört, von nun an jedesmal lautstark über Lautsprecher mit dem Marsch "Preußens Gloria". Alle Schiffe, bis auf die "KiMaLa", die ein für das Wochenende zugestiegenes Crewmitglied in Lelystad absetzen muß, liegen dann im Päckchen und wie es mittlerweile Kultstatus beim USC ist, besuchen die Crews das "it kleene Cafe". Vorher wird aber auf der "Kaboom" wieder in der Pantry gezaubert: Der Skipper serviert Rumpsteaks (200 g/Person), medium gebraten, dazu Rosmarinkartoffeln und Röstzwiebeln aus dem Backofen, serviert mit einer Rotweinsauce in demi glace. Dazu wird ein gut gekühlter Bordeaux Rose 2010 ausgeschenkt.
4. Tag, Montag, 18.04.2011, Meilen machen
Von Gerd gibt es schlechte Nachrichten: Der Arzt behält ihn zu Hause. Gerd Buschmann macht den Vorschlag, die Crew der "relaxe" auf sein Schiff zu nehmen und die SKS-Inhaber Michael, Volker und Martin auf die "relaxe" zu packen. Daria wechselt auf die "Suerte", da dort ohnehin noch Platz ist. Der Vorschlag ist gut und es wird somit der Crewwechsel entschieden, denn so können wir die Ausbildung bei den Probanden gewährleisten und die anderen, die nicht an der Prüfung teilnehmen, führen eigenhändig die "relaxe". Volker wird zum Skipper bestimmt.
Nach dem Frühstück geht es wieder raus. Wieder ist der Wind schlaff, so dass wir unter Motor laufen, dann aber frischt der Wind auf und wir können unter Segel sämtliche Manöver durchführen.
Abends laufen wir wieder nach Absprache unter den Skippern Enkhuizen an. Dort gesellt sich die "Boreas" wieder zu uns . Spät in der Nacht kommt sie in Enkhuizen an. In dem "kleene Cafe" treffen wir übrigens noch die gesamte Crew von Lars Schiff, die mit uns vor 3 Jahren die Ausbildung bei uns machten. Sie sind mit einer Regatta unterwegs, hörten dauernd unseren Funkverkehr und sagten sich, "na, das ist doch der Hajo. Die treffen wir doch sicher in Enkhuizen im "it kleene Cafe". und es war eine Punktlandung. Es ist eine Superüberraschung und Freude, die Stimmung war die gleiche wie seinerzeit.
Heute abend im schiffseigenen Restaurant der "Kaboom": Asiatisches Hühnercurry mit Basmatireis und einer Sahnecurrysauce, dazu passend ein Rose. Am Herd der Skipper.
5. Tag, Dienstag, 19.04.2011, Richtung Hoorn
Morgens geht es raus durch die "Krabbersgat-Schleuse" Richtung Hoorn. Der Wind ist wiederum etwas schlaff, so dass wir anfangs nur unter Maschine laufen, doch vor Hoorn frischt der Wind auf, so dass wir unter Segel auf der Reede vor Hoorn sämtliche Manöver üben können.
Auf der "Kleine Beer" hat sich Axel als Spezialist für Gebärdensprache entwickelt. Blitzschnell werden diese Gebärden von allen Crews übernommen, alles endet mit schallendem Gelächter und zwar so kräftig, dass der Skipper der "Kleine Beer" sich vor Lachen nicht halten kann und in die Stange der Sprayhood beißt, was ihm eine blutende Lippe bringt. Schon macht der Satz: "Helmut lacht sich blutig" über Funk die Runde.
"Kaboom" fährt frühzeitig in den Hafen des Hoorner Yachtclubs und bestellt beim Hafenmeister die Liegeplätze. Diesmal wird uns sogar gestattet, Boxenmanöver durchzuführen. In der Mittagspause macht Anna-Lena mal eben so nebenbei für die Crew noch Pfannkuchen, die wir mit allen Leckereien füllen und verspeisen. Danach wie immer ein Superobstsalat mit Frozen Vla und Frozen Joghurt. Zwischen den Hafenmanövern ist noch Zeit für einige Crews, Sightseeing in Hoorn zu machen. Auf der "Kaboom" lernen die Crews von der "Boreas" und der "Kaboom" rückwärtsfahren im engen Hafen und Längsseitsanlegen an der Pier, aber: einhand!.
Abends beschließen die Skipper, dass am kommenden Morgen die Crews auf die anderen Schiffe wechseln, um die Praxisprüfung bei einem anderen Skipper zu simulieren.
Heute zaubert Anna-Lena in der Pantry der "Kaboom" ein Fischcurry mit einem Salat aus Kiwi, Chili und frischem Ingwer. Ausgesprochen köstlich. Dazu Reis und Wein.
6. Tag, Mittwoch, 20.04.2011, die Generalprobe der "Prüfung"
Wie besprochen, wechseln die Crews auf andere Schiffe. Die "Kaboom"-Crew wechselt auf die "Suerte", die wiederum auf die "Kaboom", die "kleine Beer" auf die "Boreas" und umgekehrt, lediglich die "KiMaLa" bleibt auf ihrem Schiff. Draußen auf der Reede vor Hoorn werden bei guten Wetterbedingungen sämtliche Prüfungsmanöver unter Motor und Segel gefahren. Die Skipper notieren sich die verschiedenen Verhaltens- und Fahrweisen der Probanden. Im Großen und Ganzen sieht es schon sehr gut aus. Mittags laufen die Schiffe in Hoorn ein, die Crews wechseln auf ihre Stammschiffe und die Skipper besprechen den bisherigen Ablauf der Manöver, so dass nunmehr noch Schwachstellen bei den Probanden vor der Prüfung beseitigt werden können.
Da die Windbedingungen immer noch nicht so gut sind, wird beschlossen, nachmittags über Enkhuizen zurückzulaufen, um abends in Lelystad anzukommen. Anfänglich geht es unter Segel zügig voran, aber dann schläft der Wind in Höhe von Urk völlig ein, zum Ausgleich überfallen uns lästige Fliegen. "KiMaLa" und "Suerte" üben noch in Hoorn Hafenmanöver mit ihren Crews und kommen dann nach.
Abends in Flevo-Marina wird angelegt und das Abendessen vorbereitet. Es gibt Spaghetti aglio e olio mit Gambas, für ein Crewmitglied Spaghetti bolognese.
Nach dem Spülen bereitet sich die Crew mental auf die bevorstehende Prüfung am kommenden Tag vor.
7. Tag, Donnerstag, 21.04.2011, "Tag der Wahrheit"
Es werden die Prüfungsschiffe mit den Crews zusammengestellt: Die Crew der "Kaboom" wechselt zur "KiMaLa", die Crew der "Boreas" wechselt zur "Kleine Beer" und die Crew der "Suerte" wechselt auf die "relaxe". Bis auf die "relaxe" sind 2 komplette Prüfungscrews auf jeweils einem Prüfungsschiff. Diese bleiben dann auch so zusammen, damit der Prüfer einerseits nicht umsteigen muss, andererseits die Zeit durch unnötige Anlege- und Ablegemanöver nicht verloren geht.
Am Vormittag werden nochmals alle prüfungsrelevanten Manöver von den Crews durchgefahren. Es hat sich gezeigt, dass es gut war, am Vortag die Crews mit anderen Skippern fahren zu lassen und die Prüfung zu simulieren.
Mittags legen wir mit den Prüfungsschiffen und den Prüfungscrews an der Tanke der Flevo-Marina an, um die Prüfer zu empfangen.
Mittlerweile liegen dort auch schon 2 Schiffe unseres Kooperationspartners, die nach der erfolgten Prüfung des USC dran sind. Wir vereinbaren, dass wir über Funk das Ende unserer Prüfung mitteilen, damit es zügig auch für sie weiter gehen kann.
Um 13.00 Uhr erscheint der Prüfungsausschuss. Die Gesichtszüge der Probanden verändern sich, Hände werden feucht. Nach der obligatorischen Begrüßung durch den Prüfungsausschussvorsitzenden und Austeilung der Prüfungstüten und Prüfungsprotokolle besteigen die Crews ihre Prüfungsschiffe.
Die Crew der "Kaboom" legt ab und ist als erste dran. Nun zeigt sich, dass es gut war, konsequent die Manöver inkl. der Manöversprache geübt und die anfänglichen Diskussionsrunden der "Kleingruppenseminararbeit" aus dem Hörsaal schnellsten abgelegt zu haben. Die "Kaboom"-Crew spult ihre Prüfungsmanöver nur so herunter, alles läuft perfekt. Bei den Segelkommandos erleidet der Prüfer fast einen Hörschaden, so laut, deutlich und perfekt laufen die Kommandos ab.
Danach ist die Crew der "KiMaLa" dran. Leider erwischt der Prüfer die Crew, die unten im Schiff warten muß, auf dem falschen Fuß: Um ihr die Wartezeit zu verkürzen und sie zu beschäftigen, fordert er Seemannsknoten, was leider bei einigen völlig daneben geht und schon wird die Nervosität und Prüfungsangst enorm gesteigert, so dass 2 Probanden in ihrer Prüfung einen völligen Blackout haben und dadurch leider ihre Prüfung nicht durchbekommen.
Von den anderen Schiffen erfahren wir, dass die Prüfungen auch perfekt abgelaufen sind. Bei den Sicherheitsmanövern (MOB) standen die Schiffe auf dem Punkt, um die Bojen aufzunehmen. Ja und Daria hat das Schiff an der Tanke dermaßen perfekt angelegt, dass ein Wattebäuschen noch nicht einmal zwischen Pier und Schiff angedrückt wurde (und das, obwohl sie solche Angst vor der Prüfung hatte).
Nach erfolgter und erfolgreicher Prüfung fällt alle Spannung von den Probanden im Hafen ab und die Sektkorken knallen auf der "Kaboom" und auf den anderen Schiffen. Anna-Lena zaubert noch von den Resten des Vorabends einen sehr leckeren und aufgepepten Nudelsalat, so dass wir die Wartezeit bis zum Abend nach den eingenommenen Getränken gut überstehen. Abends sitzen wir dann alle gemütlich im Hafenrestaurant bei Fisch bzw. Fleisch und Getränken mit der Crew der "Fortifive" von Adriatic-Sailing zusammen und feiern den Abschluss.
Alle Teilnehmer erhalten vom USC als Erinnerung eine kleine LED-Taschenlampe mit dem Vereinsemblem.
Noch in der Nacht feiern die Crews ihren Erfolg auf den Schiffen weiter. Man munkelt, einige hätten es sogar bis 03.30 Uhr morgens ausgehalten. Das entzieht sich aber dem Schreiber dieser Zeilen.
8. Tag, Freitag, 22.04.2011, Heimreise
Obwohl vereinbart war, dass die Schiffe spätestens bis 10.00 Uhr auscheckbereit sein sollen, kriegen einige nicht die Kurve. Der Flottillenchef muß noch bis mittags warten, bis auch die letzten ihre Schrankenkarte abgeliefert und den Hafen verlassen, und die Heimreise antreten.
Fazit:
Im Gegensatz zu den letzten Jahren lag Ostern diesmal deutlich später. Insofern war es wesentlich wärmer und angenehmer beim Segeln. Die Heizung mußte nicht bedient werden. Leider war der Wind manchmal sehr schwach, so dass der Motor zur Hilfe genommen werden mußte, um die erforderlichen Meilen zusammenzukriegen. Dafür wurden wir aber mit viel unangenehmen Fliegen belohnt.
Insgesamt war es wieder eine logistische Herausforderung, soviel Probanden (37) und 6 Schiffe unter einen Hut zu kriegen, auch der krankheitsbedingte kurzfristige Ausfall eines Ausbildungsskippers wurde entsprechend gut gelöst, so dass alle Probanden eine gute qualifizierte Segelausbildung erhielten. Die hohe Bestehensqoute war wieder herausragend. Gute Ausbildungsskipper muß man eben haben!
An dieser Stelle darf ich mich nochmals bei allen Ausbildungsskippern für ihre gute Arbeit bedanken, die so nicht so selbstverständlich ist. Auch musste von den Skippern manch ernstes Wort an manche Probanden gerichtet werden, die erst erkennen müssen, dass es beim Segeln keine gruppendynamischen Kleingruppendiskussionen wie in manchen Seminaren gibt, sondern dass nur eine Person die strikten und detaillierten Anweisungen für das Segeln geben muß.
Schön war für mich, dass an Bord der "Kaboom" mit Anna-Lena jemand anwesend war, der gut kochen konnte, hier gute Ideen entwickelte und den Skipper beim Kochen entlastet hat. Auch den Einkauf hatte sie gut organisiert und mit Christian einen Bordrechnungsführer, der die Bordkasse super verwaltet hat inkl. der Einplanungen für das Spritgeld der Autos, so dass keine weiteren Forderungen an die Crew ergehen mußte..
Letztendlich war es ein sehr schöner und sehr harmonischer Törn, auf dem es viel zu lachen gab. Allein die täglichen Begrüßungen der von Axel eingeführten "Gebärdensprache" verursachte viel Heiterkeit und manche Verwunderung der Stegnachbarn, die darin nicht eingeweiht waren. Auch besuchten sich die Crews gegenseitig auf den Schiffen.
Hajo Runge
Skipper der "Kaboom" und Flottillenchef
USC-Vereinstörn mit Lemsteraaken in NL vom 08.-11.10.2011
Vorab:
Eigentlich für diesen Verein sehr ungewöhnlich, dass dieses Jahr sehr viele Vereinsmitglieder den Vereinstörn mitmachen wollen, aber ihre Anmeldung nicht einbringen, so dass dieses Jahr die Optionen von 3 Schiffen aus rechtlichen Gründen an den Vercharterer zurück gegeben werden muß, um die Charterkosten für diese Schiffe nicht dem Verein anzulasten. Letztendlich wird zum Anmeldetermin nur 1 Schiff belegt, die nachfolgenden Anmeldungen können aufgrund der Optionstermine dann nicht mehr berücksichtigt werden.
Vereinsausflug:
1. Tag:
Gegen 15.00 Uhr treffen wir im Hafen von Heech by de Mar in Heeg/NL in Friesland ein. Gerd ist schon da, da er sein eigenes Schiff in Elburg für das Winterlager vorbereitet hat und von dort direkt zu unserem Ausgangshafen gekommen ist.
Nach dem Eincheck des Schiffes - einer Lemsteraak namens "Josefine" - sowie dem Verbringen unserer Ausrüstung gehen wir erst einmal einkaufen, danach sichert die Einnahme von Fritten und Frikandel das Überstehen des ersten Hungeranfalls und wir starten bei Sonnenschein und gutem Segelwind Richtung Heeger Meer.
Mit guter Fahrt segeln wir über den Fluessen in Richtung Gaastmeer und landen dort im Hafen von Syperba an. Im dortigen wunderschönen Restaurant "Boppe de Golle" lassen wir es bei einem guten 3-Gang-Menü wohl ergehen. Danach verholen wir uns in unser Schiff und trinken noch einen guten Rose an Bord.
Die Nacht wird kalt und die Heizung arbeitet kräftig, damit wir nicht frieren.
2. Tag:
Früh morgens um 08.00 Uhr ist Gerd schon bereit, uns zu wecken. Er bereitet schon das Frühstück vor. Nach dem Duschen steht die Crew für den Tag bereit.
Das Wetter ist nicht gerade einladend: Kalt, feucht, diesig und windig. Aber wir sind frohen Mutes und legen ab. Unser Ziel ist Stavoren. Nach Passieren der Yntemasloot klart es auf und die Sonne zeigt sich. Der Wind aus E mit ca. 3-4 Bft. beschert uns einen schnellen Weg nach Stavoren, so dass wir schnell durch die Frisoschleuse in das Ijsselmeer ausschleusen können. Beim Anlegemanöver im Bereich des Wartesteigers vor der Frisoschleuse reißt mit einem lauten Knall noch ein Festmacher, er war wohl aufgrund seines Lebensalters etwas mürbe. Aber dies bereitet für uns weiter keine großen Probleme, nachdem der Schreck überstanden war.
Auf dem Ijsselmeer erwartet uns das beste Segelwetter: Sonne, guter Segelwind mit 3-4 Bft. aus E. Unter Groß und Vorsegel rauschen wir mit der Lemsteraak Nord in Richtung Makkum, Geschwindigkeit um 6 - 7 Ktn. sind hier und heute keine Seltenheit. Vor Makkum drehen wir um und segeln mit Halbwindkurs Richtung Workum.
Der Wind frischt auf. Halbwindkurs ist angesagt. Groß und Fock gesetzt. Klüver wäre jetzt zuviel. Der Blick auf das GPS sagt auf einmal: 10,5 Ktn Fahrt über Grund. Ja, spielt denn das GPS verrückt !!! Kann das sein?? Aber so etwas wird sofort im Foto festgehalten! Allerdings rauscht und gurgelt das Wasser nur so am Schiff vorbei und der Steuermann muß hart arbeiten.
Das müssen wir doch dem Lumpi mitteilen, dass sein Überholmanöver auf der Ostsee mit 10,3 Ktn. mit seinem schnellen Joghurtbecher heute und hier gegen eine Lemsteraak nicht mithalten kann!
Gerd bereitet während der Fahrt noch eine Zwiebelsuppe vor, die wir während der Fahrt einnehmen.
Vor der Schleuse brauchen wir nicht lange warten und können nach Workum einschleusen. Nach der 2. Brücke legen wir an, trinken unseren Anleger und kehren in einem Restaurant ein und gönnen uns Scholle, Loupe de Mer, mit Weißwein, Wasser und Beilagen. Selbstverständlich anschließend mit traumhaften Desserts. Auch darf der Genever nicht fehlen.
Die jungen Crewmitglieder suchen im Ort noch eine Disco-Möglichkeit, Gerd und ich verholen uns ins Schiff, zünden im Cockpit die Petroleumlampe, lenzen noch den Rosewein und fahren die Heizung hoch. Nach kurzer Zeit kommen die jungen Crewmitglieder mangels Disco-Angebot im Ort ins Schiff zurück und wir verbringen bei unserem gut gekühlten Rose und laufender Heizung noch einen lustigen Abend im Schiff.
3. Tag
Frühes Katzenmiauen weckt uns. Eine kleine wunderschöne Katze, die am Ufer steht, fordert lautstark ihren Tribut bzw. Zehnt oder Katzenhafengebühr von uns und einige Salamischeiben aus unserer Frühstückskiste beruhigt ihre Hungerlust. Schnell kommt danach die Sonne auf. Nach dem morgendlichen Frühstück wird abgelegt.
Ein Abstecher in den "Oudegaster Brekken" mit Besuch des Hafens Oudega beschert uns einen wunderschönen Segeltörn mit vielen Kreuzwenden und der Stefanie einen Adrenalinschub in der engen Hafeneinfahrt von Oudega, da dort viele kleine Jollen die Hafeneinfahrt zusätzlich enorm schmälern, aber alles klappt gut und wir verlassen den schönen Ort und segeln mit raumen Wind Richtung Yntemasloot, um den Fluessen zu erreichen.
Gerd bereitet uns noch einen wunderschönen Eintopf während der Segelfahrt zu, schimpft über die Halsenmanöver, die sein kleingeschnittenes Gemüse durch das Schiff wandern und fliegen lassen, aber letztendlich schmeckt es uns allen sehr gut bei der Essenseinnahme unter Segel.
In Höhe von "Meerzicht" auf dem Fluessen fällt uns auf, dass ein Segelschiff ein Notzeichen abgibt, also in den Wind, Segel herunter und unter Maschine Richtung Segler. Ein holländisches Pärchen ist auf Grund gelaufen und benötigt Hilfe. Kurz bevor wir das Schiff erreichen, gelingt es ihnen freizukommen und sie wollen sich überschwenglich bei uns bedanken. Da wir allerdings keine Hilfe letztendlich - außer der psychologischen - geleistet haben, lehnen wir dankend ab und fahren unter Motor Richtung Heimathafen. Hier räumen wir das Schiff aus, checken aus und nach Bepacken unserer Autos nehmen wir noch ein abschließendes Mahl bei Frau Veenstra mit Kibbeling, Fritten und einem Kaltgetränk ein.
Fazit:
Obwohl diesmal nur ein Schiff die Tradition des Vereinsausfluges hoch hielt, war die Stimmung an Bord nicht schlechter, im Gegenteil: Sehr harmonisch, viel Segelbegeisterung und viel Spaß in der Crew.
Dieser Vereinsausflug bescherte uns nach dem nicht gerade schönen Sommer, der uns viel schlechtes Wetter bot, doch noch einen wunderschönen Abschluß mit viel Sonne, sehr gutem Segelwind, einem sehr schönen Segelschiff und einer guten Crew. Das war ein guter Saisonabschluss!
Heiligenhafen
Die Crew der "Fame" - eine Benetau Cyclades 43,3 reiste schon am Freitagabend an, damit am kommenden Samstagmorgen die Schiffsübergabe früh vonstatten gehen soll. Aber wie das manchmal im Leben so ist: Kaum betreten wir das Hotel, in dem wir unser Appartement gebucht haben, sind wir auch schon wieder draußen. Der Hotelier - ein Grieche - hat glatt überbucht. Nachdem wir unserem Ärger Luft gemacht hatten, organisierte er uns eine Unterkunft in einer nahen Pension. Letztendlich waren wir froh, diese Unterkunft erhalten zu haben, denn die war wesentlich besser, preislich gleich und dazu noch ein absolut riesiges Frühstück mit allem Drum und dran.
Abends trafen wir noch die Crew der "Baltic Sun" auf dem Markt in Heiligenhafen, auf dem ein Weinfest stattfand.
Heiligenhafen - Kieler Förde
Schiffsübernahme, Lebensmittelbunkerung und Stauen der Ausrüstung ging schnell vonstatten. Die Einweisung in das "Comfo-Drive-Manövrier-System" (ein System zur Maschinensteuerung aus der Großschifffahrt mittels Joystick für Bug- und Heckstrahl) versprach hohen Komfort bei Hafenmanövern, aber hierüber später.
Die Wetterlage war nicht prickelnd: Kräftiger Regen, starker Wind mit Böen bis zu 7 u. 8 Bft, schlechte Sicht. Wir entschlossen uns, das eigentliche Ziel Flensburg mit der stattfindenden "Flensburg nautica" nicht anzulaufen, sondern wollten die Crews schonen und erst gegen Mittag, wenn sich das Wetter etwas verzieht, Richtung Kieler Förde laufen. Dann wollten wir weiterschauen, was sich entwickelt. Das Problem war, dass sich mehrere Wetterberichte von verschiedenen Anbietern widersprachen.
Gegen 12.45 Uhr legten wir ab. Draußen war die See mit 1,50 m Wellenhöhe eigentlich normal. Unter 2-fach gerefftem Groß und kleiner Fock machte unser Schiff mehr als 9 Knoten FdW, aber es war doch sehr schwer zu halten, so dass wir das Groß wegnahmen. Der Wind kam aus N - NE, so dass wir mehrere Wenden fahren mussten.
Der Wellengang forderte von der Crew frühzeitig Tribut. Einerseits wurde Neptun geopfert, andererseits wurde der Schiffsführer, als eine Welle das Schiff seitlich traf, beim Funken durch den gesamten Salon geschleudert, weil notwendige Halteeinrichtungen wie Haltegriffe usw. fehlten. Die Quittung nach dem heftigen Aufprall war somit eine stark geprellte Schulter, geprellter Latissimus-Muskel und geprellte Rippen, leider sehr schmerzhaft und über den Törn hinaus andauernd.
Abends legten wir in Laboe in der Baltic-Marina an. Alle Crews waren relativ erschöpft, so dass nach dem üblichen Anleger die Crews sich in ihre Boote verkrochen.
Laboe - Schlei
Am nächsten Tag war als Ziel Kappeln geplant. Die erwarteten und angesagten Schauer blieben Gottseidank aus. Leider fand in Kappeln nur die "Baltic Sun" einen Liegeplatz, da der Hafen voll war. "Eric", "Scarry Mary" und "Fame" drehten ab nach Maasholm und fanden in dem proppevollen Hafen noch einen Liegeplatz.
Hier stellte sich bei der "Fame" während der Hafenmanöver heraus, dass das hochgelobte "Comfo-Drive-Manövrier-System" nicht hielt, was es verspricht: Die Anströmungen beim Bug- und Heckstrahl waren so minimal, dass das schwere Schiff schnell vertrieb und in den engen Boxengassen hängenblieb. Also wie früher mit Hilfe von Springs das Schiff freigesetzt und einen freien Liegeplatz längsseits genommen. Die Nachbarn längsseits der "Fame" waren auf ihrer Ausbildungstour, so dass wir nach einem kleinen Getränkeaustausch noch viel Spaß beim Klönen hatten.
Maasholm - Schleimünde
Die Wetterprognosen waren wieder nicht so zutreffend, dafür aber ausgleichend sehr widersprüchlich. Unser neues Ziel war nun Flensburg. Kaum hatten wir die Schlei verlassen, es war wie immer eine Gewitterlage, brach in Höhe der Ansteuerung Schleimünde das Gewitter in vollen Zügen los: Starker prasselnder Regen verbunden mit enorm starkem Wind, einsetzende schlechte Sicht, ringsherum wurde alles dunkel und dann: in einiger Entfernung schlug der Blitz prompt und gewaltig ins Wasser ein. Das war mehr als spektakulär! Über Funk sprachen sich die Schiffe schnell ab, Hebel auf den Tisch und den Nothafen Schleimünde aufzusuchen. Bei strömenden Regen und Wind legten wir an. Die "Baltic Sun" lag schon, nahm den achteren Festmacher der "Fame" an, der verschwand aber blitzschnell im Propeller der "Fame" und blockierte ihn und den Motor, aus war die Maus!, so dass wir nur mit Hilfe von Leinen und der Hilfe der Crew der "Baltic Sun", das Schiff in die Box ziehen konnten.
Nachdem der Regen und Wind nachließ, machte sich Martin für den ersten Tauchgang fertig, den wir allerdings wegen der Kälte des Wassers abbrachen. Lars gelang es, das Getriebe auszukuppeln und mit Hilfe einer Zange die Welle zu drehen, so dass der Festmacher frei kam.
Alle waren pitschnass. Schuhe und Stiefel waren voller Wasser gelaufen. Also, alles runter vom Körper und in der nun aufkommenden Sonne trocknen lassen. Danach zog es uns alle in die "Giftbude". Nach dem üblichen Herumgepflaume wegen der Danksagungen spendierte die "Fame" den Helfern der "Baltic Sun" die heiß ersehnte "Hopfenkaltschale".
Nach Matjes und Bratkartoffeln und einem Glas Bier war wieder eitel Sonnenschein angesagt. "Eric" und "Scarry Mary" wollten nun nach Kappeln, da deren Crews Sightseeing machen wollten. "Fame" und "Baltic Sun" verblieben jedoch in Schleimünde. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang bei einem Sundowner belohnt. Die "Baltic Sun" nutzte den Grill des Hafenmeisters, während auf der "Fame" Spaghetti Alio mit Gambas" gezaubert wurde. Am nächsten Morgen hielt der Hafenmeister die bestellten warmen Brötchen für unser Frühstück bereit.
Mit den anderen Schiffsnachbarn wurden am Abend schöne Gespräche geführt und wir hatten alle unseren Spaß. Was gibt es schöneres für einen Segler, so wunderschön wie in Schleimünde in der Natur zu liegen und diese zu genießen?
Schleimünde - Kieler Förde
"Eric" und "Scarry Mary" wollten nicht weiter nach Flensburg geschweige denn über die See nach Dänemark, sondern wollten nun langsam Richtung Heimathafen. "Baltic Sun" zog es vor, Richtung Flensburg zu segeln. Die "Fame" schloss sich dann den anderen Schiffen an und gegen 09.00 Uhr legten wir ab.
Die wiederum erwarteten Schauerböen blieben aus. Mit gerefftem Groß und Genua segelten wir Richtung Kieler Förde. Die Schlechtwetterfront zog an uns vorbei. Es war ein angenehmer Segeltag. In Kiel hatten wir Glück, denn die "Gorch Fock" lag an ihrem Liegeplatz am Tirpitz-Hafen und trainierte Segelmanöver für die beginnende 11-monatige Weltumsegelung am Wochenende. Alle Segel wurden gesetzt und wir drehten direkt neben der Bark unsere Runden für unser Fotoshooting.
Nach einer Hafenrundfahrt in Kiel legten wir wieder in Laboe in der Baltic-Marina an. Ein ausgiebiger Spaziergang mit anschließendem Genuss eines karibischen Cocktails am Hafen war die Vorbereitung für unser Abendessen: Asiatisches Hühnercurry mit Basmatireis und trockenem Rose. Danach kam die Crew der "Scarry Mary" an Bord und wir feierten eine kleine Bordfete. Christoph holte die Gitarre hervor und die Crewmitglieder versuchten sich als Chor (vielleicht mehr als "Don-Kloaken-Chor", was den Singesang betraf) ;-)) "Eric", die noch lange draußen segelte, verblieb die Nacht in Kiel.
Laboe - Hafentag
Der Blick durchs Fenster um 06.30 Uhr verhieß nichts gutes: Starker Wind mit enormen Schauerböen und schlechte Sicht. Der Wind heulte durch die Stagen und Wanten der festliegenden Schiffe. Also kurze Funkrunde und wir beschließen einen Hafentag zu machen. Dieser wurde mit ausgiebigem Schlaf und ebenso ausgiebigem Frühstück genutzt. Danach war Sightseeing in Laboe mit anschließendem Besuch des U-Bootes und Marine-Ehrenmal angesagt. Wiederum begrüßte uns an der Strandbar ein karibischer Cocktail.
Zwischenzeitlich war die "Eric" nachmittags, als sich die Wettersituation besserte, auch in der Marina angekommen. Die "Eric" organisierte auf dem Grillplatz ihren Grillabend, während die anderen Crews an Bord kochten. Bei der "Fame" gab es Schweinefilet mit Rosmarinkartoffeln, grünen Bohnen in Tomatensoße und Grilltomaten mit einem trockenen Rose.
Nach dem Abendessen trafen sich alle drei Crews am Grillplatz und verbrachten dort im Licht der Taschenlampen bei einigen Kaltgetränken den Abend.
Laboe - Fehmarn
Bei wunderschönem Wind - SW -W - und herrlicher Sicht legten wir ab. Auch heute trafen die angesagten Schauerböen nicht zu. Selbst nur unter Genua wurden noch über 6 Ktn FdW gesegelt, so dass bald die "Scarry Mary" zum Angriff blies, das Groß noch auspackte und mit fast erreichten 10 Ktn. an uns vorbeirauschte.
Der ausgewählte Hafen Burgstaaken war leider voll, wie uns der Hafenmeister per Telefon mitteilte, also wählten wir Burgtiefe, hier ist zwar nicht viel los, aber da der Hafen über 600 Liegeplätze hatte, konnten wir Platz finden.
Nachdem an Bord der "Fame" ein vegetarischer Eintopf a la ital. Minestrone gekocht wurde, klopfte es beim Abendessen am Schiff. Ein Nachbarlieger hatte Schollen übrig und bot sie uns fertig gebraten an. Die waren übrigens absolute Klasse: Ganz klassisch mit Speck und Butter außen rösch und innen saftig, dazu noch Kartoffeln in Butter und ein klassisch angemachter grüner Salat mit Saurer Sahne und Zucker und Zitrone. Das war bürgerliche Kost auf hohem Niveau! Und Domink, der noch nie Fisch gegessen hatte, war total begeistert. Unsere Revanchierung wurde leider dankend abgelehnt, da sie ihrer Aussage nach die Schollen hätten wegwerfen müssen, da sie direkt vom Kutter zu viel eingekauft hatten. Für die Spende nochmals Dank.
Nach einem abendlichen Spaziergang und einem Absacker im Schiff gingen wir zu Bett.
Burgtiefe - Heiligenhafen
Bei schönem Segelwetter - diesmal Sonne und lediglich bis zu 4 Bft aus W bis SW und nach einem ausgiebigen Frühstück segelten wir Richtung Heiligenhafen. Eine einzige Armada von Segelschiffen segelte unter der Fehmarn-Sund-Brücke hindurch, alle wollten nach Heiligenhafen, denn Freitag ist Übergabetermin bei den Charterschiffen. Vorher hatten wir noch in Burgtiefe getankt. In Heiligenhafen machten wir an unserem Liegeplatz fest und räumten das Schiff aus. Nach und nach trudelten die "Scarry Mary" und die "Eric" ein.
Gegen 17.00 Uhr fuhren die ersten Flottillenteilnehmer schon nach Hause.
Fazit:
Es war im Großen und Ganzen ein schöner Törn, wenn auch teilweise wegen der anfänglichen Wetterlage manchmal etwas strapaziös. Leider hatten wir sehr unterschiedliche geradezu widersprüchliche Wettervorhersagen von mehreren Wetter-Vorhersage-Dienst-Anbietern. Das machte die Einschätzung der Wettersituation nicht leichter. Das eingetretene Wetter hatte zunächst unsere Planungen nicht zugelassen, aber so ist das nun mal im Seglerleben. Dafür hatten die jüngeren auf ihren Schiffen viel Spaß und holten das gesamte Potential, was ihre Schiffe boten, beim Segeln heraus.
Letztendlich wäre vielleicht ein Segelschlag Richtung Osten besser gewesen, da gegen Ende der Wind dann auch drehte. Aber hinterher ist man immer schlauer.
Karibische Sonne oder FIFA-Weltmeisterschaft oder doch Holland?
So dachten Helmut und ich. Lässt sich das alles verwirklichen? Kein Problem, denn die derzeitige Wettersituation: sehr viel Sonne, guter Segelwind und heutzutage Fernsehen in fast jedem Hafen lässt alles unter einen Hut bringen.
Also: Samstag alles in das Auto stauen, gut, dass bei diesen augenblicklichen tropischen Temparaturen heutzutage eine Klimaanlage im Auto vorhanden ist und Kurs gen Holland, Hafen Heeg. Nach dem Verstauen der persönlichen Ausrüstung in Helmuts Schiff, einer Friendship 26, Einkauf der Lebensmittel für die nächsten Tage, Einkehr in das Hafenrestaurant von "It Eiland" in Heeg und "Rudelgucken": Deutschland putzt Argentinien weg! Stimmung riesig, dann endlich ein Riesengewitterschauer, aber leider nicht genügend Abkühlung.
Sonntag: Helmut als gewohnheitsmäßiger Frühaufsteher wird allerdings auf dem falschen Fuß erwischt: Ich werfe ihn um 06.15 Uhr aus dem Bett. Erst in der Dusche wird ihm klar, wie früh er aufsteht. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Kopje van der Overijssel. Leider hält der Wetterbericht nicht was er versprochen hat: Statt Wind aus W nunmehr aus E und wir müssen daher gegenan motoren. Über das Tjeukermeer, dann Richtung Ossenzijll. Hier finden wir einen schönen Hafen, legen im Grünen an, können grillen und gönnen uns erstmals unseren geschenkten Prosecco. Zu erwähnen sind die guten Sanitäranlagen in diesem Hafen.
Am nächsen Tag geht es los in Richtung Kahlenberger Gracht. Ein altes Torfrevier, wunderschön in seinem meandrierendem Bereich mit wunderschönen Grundstücken und Häusern, hier wurde früher Torf unregelmäßig abgestochen. Die Weerribben sind davon noch ein Zeugnis. Da wir mit einem Segelschiff unterwegs sind, biegen wir über das "Steenwijker Diep" ab, denn die letzte Brücke in der Kahlenerger Gracht lässt keine Segelboote mit stehendem Mast passieren und können dort auf dem Diep immerhin mit wenig Wind segeln, vor der letzten Brücke in der Mittagspause der Brücke unter Segel anlegen, über Steenwijk erreichen wir dann unter Segel Giethoorn, das "Venedig des Nordens", finden einen schönen Platz im Passantenhaven. Nach einem Spaziergang im wunderschönen Ort und der nachfolgenden Einnahme von Pannekoken (leider unverhältnismäßig teuer) in einem Restaurant ist der Abend gerettet. Allerdings entschließen wir uns aufgrund der vorherrschenden Wetterlage (tierisch heiß und Wind aus falscher Richtung), den anzulaufenden geplanten Ort und ehemaligen Seehafen vor der Eindeichung des Ijsselmeeres Blokzijll mit seinem schönen Hafenkolk nicht mehr anzulaufen und das Ziel "Zwaarte Meer" und "Ketelmeer" zu vernachlässigen, da der Wind ungünstig steht und bei den derzeitigen tropischen Temperaturen bei den vorherrschenden Windrichtungen das Fahren unter Motor mehr als unerträglich ist , den Rückweg anzutreten.
Dienstag: Die Entscheidung war richtig: Der Wind passt genau und wir können über den Stenwijk-Ossenzijl-Kanal (die "Stande Mastroute") segeln in Richtung West. Abends liegen wir bei der Driwegsluis an einem traumhaften Liegeplatz an und feiern mit den Holländern im nahegelegenen Restaurant auf der Insel deren Sieg.
Am nächsten Morgen geht die Post so richtig ab, wir haben guten Segelwind, überlaufen sogar einige Motoryachten in Fahrt, so dass wir schnelltens das Tjeukerkermeer unter Segel erreichen, dies übersegeln und Sloten anlegen. Dort legen wir an, genießen den Aufenthalt in Sloten, besuchen eine Kneipe mit Großleinwand und: Deutschland verliert!
Donnerstag: Unsere Fahrt über das Slotermeer und Heeger Meer beschert uns wieder guten Segelwind. Auf nach Gaastmeer. Dort machen wir nach der Überquerung des "Gaastmeer" einen Mittagsaufenthalt bei Appelgebakken met Slagroom im schönen Hafenrrestaurant "Boppe de Golle" im Gaastmeerer Passantenhafen auf der Terasse im 1. Stock, segeln weiter durch die "Inthiemasloot" zum "Oudegaster Brekken" nach Oudega. Hier legen wir unter Segel im Anlauf des Hafen an, Traumhaft, welcher Ausblick vom Schiff auf das dortige Meer dem "Oudegaster Brekken"! Campari d'arancia und Honigmelone mit Schinken vermitteln mediterane ja sogar karibische Gefühle unter der Sonnenpersenning. Nach einem leckeren Abendessen an Bord besuchen wir noch ein Fest des Sportvereines Oudega mit Festzelt und Kirmes.
Freitag: Vom Gaastmeer zum Heeger Meer. Hier segeln wir bei bestem Segelwind und Sonnenschein und liefern uns mit anderen Seglern (und u. a. sogar mit einem größeren als dem unseren) ein kleines Matchrace, das wir für uns locker gewinnen, alte Regattaerfahrung macht sich hier sofort bemerkbar! Danach segeln wir in unseren Heimathafen "It Eiland", machen das Schiff klar, bringen unsere eigenen "Klamotten" ins Auto, und nehmen traditionell noch bei Frau Veenstra Fisch zu uns.
Fazit: Ein Supersegeltörn: Karibisches Tropenwetter, Verfolgung über das Fernsehen der Fifa-Weltmeisterschaft und Segeln in Holland und auch dem Schiffseigner noch unbekannte Ecken des Landes zeigen. Na, hier klappte alles! Also: Schlechter darf es einem nicht gehen. ;-))
Törnbericht SKS-Ausbildung 2010
Dieser Törnbericht ist aus der Sicht des Flaggschiffs der diesjährigen SKS-Ausbildung der "Kaboom" der USC-Flottille geschrieben:
1.Tag, Freitag, 26.03.2010:
Außergewöhnlich, dass in diesem Jahr so viele Probanden ihre SKS-Ausbildung machen wollen, insgesamt 33 Prüflinge, mit Schiffsführern und SchAssis sind 45 Leute in der Flottille und besetzen 7 Schiffe. Nach Aussage der Prüfer seit Jahren die wohl zahlenmäßig größte Prüfung beim SKS in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Die teilnehmenden Schiffe und ihre Crews:
"Kaboom", (Bavaria 38') führendes Flaggschiff der USC-Flottille (Skipper: Hajo Runge, Crew: Martin Gebauer, Stefanie Kuhn, Tristan Engelmann, Ingolf Markhoff, Nadine Schröder)
"Kleine Beer" (Bavaria 37') (Skipper: Helmut Presber, SchAssi: Heino Thiele, Crew: Tim Beyer, Ingo Kramer, Alexander Nikolaev, Kai Zörnig, Tilman Freisen)
"Zilvermeuw" (Bavaria 36 ') (Skipper: Frank Lumpe, Crew: Maximilian Bley, Philipp Mika, Laura Somberg, Lea Ströher, Martin Danne)
"Boreas" (Bavaria 37') (Skipper: Holger Ostlender, SchAssi: Jan Klügel, Crew: Frank Quellenberg, Silke Droste, Michael Droste, Witold Piotrowski, Daniel Saborowski)
"Zilverleuw" (Bavaria 36') genannt "Der Alte Schwede" (Skipper: Gerd Weishaupt, Crew: Luisa Murawski, Kai Höringklee, Danica Schneider, Martin Eigenbrodt, Peter Moeller)
"KiMaLa" (Bavaria 37') (Skipper: Gerd Buschmann, Crew: Peter Kwiatkowski, Mirko Wache, Volker Hoffmann, Heinrich Jürgensen, Beate Nordmann)
"Relaxe" (Bavaria 37') (Skipper: Andreas Göke, SchAssi: Daniel Niederhagen, Crew: Maren Bassy, Evelyn Girnus, Ralf Girnus, Katrin Cosler, Christopher Schäfer)
Ab 15.00 Uhr trudeln die Crews der Schiffe so langsam ein. Da in den Tagen zuvor Eisgang im Hafen war, zögert sich das Einchecken etwas hinaus, da der Vercharterer die Schiffe nicht wie in gewohntem Maße zeitlich vorbereiten konnte, schließlich sind wir die ersten Charterer in diesem Jahr. Hinzu kömmt, dass zwei 36'er Bavarias von einem holl. Vercharterer hinzugechartert werden müssen, der wohl die gewohnte Zuverlässigkeit und Qualität unseres Vercharterers nicht leisten kann oder konnte. Deshalb können diese Schiffe leider sehr spät übernommen werden, obwohl dort noch wichtige Dinge wie Log, Windmesser usw. nicht installiert sind. Da werden auch noch kernige Gespräche zwischen ihnen geführt.
Letztendlich entschließen wir uns, nicht mehr aus den o. g. Gründen wie geplant, am selben Tag auszulaufen, sondern die Crews setzen sich zusammen, um sich zu sammeln, ihre Tätigkeiten und Funktionen abzusprechen und sich auf die folgende Woche vorzubereiten.
Abends gibt es auf der "Kaboom" Goulaschsuppe.
2 .Tag, Samstag: 27.03.2010
Bei mäßigem Wind startet die Crew der "Kaboom" und auch die anderen Schiffe in Richtung Norden. Da der Wind sich als stetig erweist, segeln wir in Richtung Makkum, und vor dem Abschlußdeich kehren wir, die "Kaboom" um, segeln das Ijsselmeer "rauf und runter", um abends Medemblik anzulaufen, 60 Sm werden locker erreicht. Verschiedene Manöver unter Segel und Motor runden den heutigen Törn ab. Erwähnt werden muß, dass der an diesem Tag zuständige Navigator den Törn wohl nicht so berauschend und angenehm fand, sondern dass er die Navigationsarbeit wörtlich "zum Kotzen" findet, weil er ständig unter Deck arbeiten muß. Aber seine "Einstellung zum Segeln" änderte sich aber positiv physisch in den nächsten Tagen.
Abends liegen wir im Päckchen in Medemblik. Die Crew der "Kaboom" bereitet Rinderfilet-Steak mit einer schönen Rotweinsoße, Grilltomaten, Röstzwiebeln, Rosmarin-Kartoffeln und Gemüse zu.
3 .Tag, Sonntag: 28.03.2010
Auslaufen in Richtung Enkhuizen:. Der Wind ist kräftig, aber es ist trocken: Viele Manöver unter Segeln werden geübt. Da der Wind stabil ist, können wir wie am gestrigen Tag günstig das Ijsselmeer "rauf und runter segeln" und trotzdem bleiben noch viele Möglichkeiten für Manöver übrig. Das trotzdem noch 50 sm als Strecke übrig blieben, liegt an der für uns wie gestern günstigen Windrichtung. Über Funk erreicht die "Kaboom" die Meldung, dass "Zilvermeuw" Probleme mit der Dirk hat. Also: Enkhuizen anlaufen und schauen, was sich regeln lässt. Das Problem lässt sich dort vor Ort mit Bordmitteln regeln. Im Buitenhaven von Enkhuizen haben wir einen Superliegeplatz: Alle Schiffe der Flottille können im Päckchen liegen. Leider sind die Toiletten und Sanitäranlagen geschlossen. Die Crew der "Kaboom" organisiert vom Fischhandel "Lekker Bek" und ""Kibbeling" mit "Fritten" und Salat. Anschließend gibt es einen Sundowner im Cockpit der "Kaboom": "Campari d'Arancia". Danach: Es ist schon Kultstatus beim USC: Alle kompletten Crews versammeln sich im "it' kleene Cafe" und verbringen bei guter geradezu Bombenstimmung und guter Musik den Abend.
4 .Tag, Montag: 29.03. 2010
Alle Schiffe der Flottille verlassen Enkhuizen und steuern die Schleuse "Krabbersgat" an. Wunderschön, wie die gesamte Flottille vor der Schleuse eine "Admiralitätslinie" aufnimmt und dann in der Schleuse anlegt.
Nach dem Schleusengang verliert die "Kaboom" einen Fender, der von der hinterher fahrenden "Kleine Beer" aufgenommen wird, das kostet der "Kaboom" ein "Sixpack".
Der Wind ist nicht genügend, unter Motor erreichen wir Hoorn. Die Zeit wird genutzt, um vor dem Hafen Hoorn Motor- und Segelmanöver zu fahren, bis die Crews die ersten Erschöpfungserscheinungen zeigen und die Skipper meinen, dies sei für heute genug. Im Hafen dürfen wir leider nicht Boxen für Manöver nutzen, da der Hafenmeister dies untersagt. Da heißt es wieder: rausfahren und weiterüben. Nach einiger Zeit wieder anlegen im Vereinshafen Hoorn, ein paar An- und Ablegemanöver und jetzt Leinenwurfmanöver für lange Distanzen geübt. Abends auf der "Kaboom": Saltimbocca alla Romana in Weißwein-Salbei-Soße, Baquette, dazu einen schönem gekühlten trockenen Weißwein.
5 .Tag, Dienstag: 30.03.2010
Der nächste Tag bescherte uns einen Übungstag auf der Reede. Sturmwarnung und einsetzende stürmische Winde. Draußen steht eine ernorme Welle. Dies reicht aber, um ausreichend Manöver vor dem Hafen auf der Reede in Landabdeckung zu fahren. Konsequent werden auf der Reede nur BOB-Manöver unter Maschine und unter Segel gefahren, bis die Skipper meinten, dies wäre genug. Danach rein in den Hafen und nochmals An- und Ablegen, Rückwärtsfahren usw. geübt. Mittlerweile liegt nicht nur unsere Flottille im Hafen, sondern weitere Schiffe unseres Vercharterers gesellen sich zu uns, so dass dessen gesamte Flotte in Hoorn liegt.
Danach abends auf der "Kaboom": Hühnercurry asiatisch mit Paprika und Ananas und Basmati-Reis und einen leckeren trockenen Rose.
6. Tag, Mittwoch: 31.03.2010
Wegen des angesagten und heutigen Sturmes dürfen wir nicht auslaufen. Deshalb ist heute Hafentag angesagt. Sightseeing und kleine Hafenmanöver, wie Anlegen, Ablegen, Rückwärtsfahren, Manöver auf engstem Raum. Auch wechseln die Crews für diese Manöver die Schiffe, damit sie ihre Prüfungsschiffe kennenlernen. Anschließend sitzen die Crews in ihren Schiffen und büffeln Theorie für die Prüfung. Andreas Göke erteilt an der Hafenpier Wetterkunde. Die Wolkenbilder sind dermaßen hervorragend geeignet. Die Runde vom "Trog" geht bei den Crews umher.
Das stürmische Wetter tut der Stimmung keinen Abbruch. Auf der "Zilvermeuw" wollen noch einige Crewmitglieder unbedingt in den Masttopp steigen, um den Hafen von oben zu betrachten, was ihnen auch genehmigt wird.
Was gibt es auf der "Kaboom"zu essen: Spaghetti mit Gambas in aglio e olio und trockenem Rose.
7. Tag, Donnerstag: 01.04.2010 - Prüfungstag -
Wie von den Skippern abends am Vorabend besprochen, wird morgens pünktlich um 06.00 Uhr und im Dunklen abgelegt. Die Flottille läuft in geordneter Linie Richtung Lelystad aus. Zügige Fahrt Wind aus ZE erlaubt das Segelsetzen der Genua verkleinert. Trotzdem sind bis zu 7 ktn. Fahrt möglich. Unterwegs bietet die Dunkelheit ausreichend Gelegenheit, Leuchtfeuer usw. in Realität zu beobachten und zu lernen. Zwischendurch gibt es Regen und Hagel. Es ist unangenehm kalt, um die 0 Grad Celsius. Gegen 10.00 Uhr wird die Schleuse Lelystad passiert. Nach dem Passieren der Schleuse üben die einzelnen Crews nochmals mit ihren Schiffen alle notwendigen Prüfungsmanöver in der Bucht vor der Flevo-Marina in Lelystad. Anschließen sollten einige Crews zum weiteren Üben auf die Prüfungsschiffe umsteigen, aber Hajo, Holger und Lumpi beschließen, dass ihre Crews nicht mehr auf die Prüfungsschiffe gehen, um nach dem langen und bisher auch anstrengenden Tag die Crews nicht zu überfordern, sondern gönnen ihnen eine ordentliche Ruhepause.
Um 13.00 Uhr kommt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und erklärt den Ablauf. Auf den vier 37' Schiffen werden die Prüfungen durchgeführt. Bei nahezu bis zu 38 Knoten Wind und sehr steiler Welle ist dies schon eine kräftige Herausforderung. Die Crews, die crewwechselbedingt unten im Schiff sitzen, leiden mehr, als die Prüflinge selbst am Steuer oder an den Winschen, aber alle Probanden bestehen, teilweise auch mit Hilfe der Prüfer, ihre Praxisprüfung. Jedenfalls spürt keiner der Probanden die heutige enorme Kälte. Bis die Prüfer auch den Papierkram beenden, wird es schon 19.00 Uhr.
Am Abend treffen sich alle Crews, um den erfolgreichen Abschluß ihrer Prüfung, Prüfungsergebnis: 100 %, im Hafenrestaurant zu feiern. Bei Scholle, Schweinefilet mit schönen Beilagen wie gem. Salat, Fritten, Soßen usw., Superstimmung und guten Getränken lassen wir die gesamte anstrengende Woche Revue passieren und genießen einen schönen Abschlussabend. Alle Prüfungsteilnehmer erhalten vom Verein als Erinnerung ein kleines Seglermesser mit USC-Logo.
8. Tag, Freitag: 02.04.2010
Der Tag ist mit Auschecken programmiert. Alle Crews räumen die Schiffe. bis 11.00 Uhr sind alle Schiffe zur Übergabe bereit.
Fazit: Mit insgesamt 7 Schiffen, besetzt mit 7 Skippern, 3 SchAssis und insgesamt 45 teilnehmenden Personen, davon 33 Probanden (leider mußte 1 bedauerlicherweise aufgrund beruflicher Probleme kurzfristig aussteigen), die alle aufgrund der guten Ausbildung erfolgreich ihre SKS-Prüfung bestanden haben, war dies schon ein organisatorisch anspruchsvoller Törn, vor allem aber auch wegen der extremen Wetterbedingungen und aber darüber hinaus war dies im Ergebnis ein sehr erfolgreicher und auch nach Meinung aller ein sehr harmonischer Törn. 
Törnbericht USC-Vereinsausflug mit traditionellen Segelschiffen 09.-12.10.2009 in NL
Teilnehmende Schiffe: "Mata Hari" (Lemsteraak 9,50 m), "Eline Vere" (Lemsteraak 9,50 m), "Tydtverdrijf" (Lemsteraak 10,50 m) gewechselt in: "Ronde Walvis" (Lemsteraak 14,50 m)
Dieser Bericht ist aus der Sicht der "Mata Hari" geschrieben und: nicht immer trifft der Wetterbericht so zu, wie er gemeint ist:
Tag 1:
Im Laufe des Nachmittags trudeln die Crews der einzelnen Schiffe beim Vercharterer Heech by de Mar in Heeg in Friesland ein und übernehmen die Schiffe. Die Einchecks laufen wie immer problemlos und in lockerer Atmosphäre ab, da wir uns -Vercharterer und Charterer - schon jahrelang kennen. Ursprünglich wollten bereits 2 Schiffe am frühen Nachmittag auslaufen, um noch einige Segelschläge auf dem Fluessen zu machen, aber wie das so ist: die Crews kommen aufgrund des Verkehrs auf den Autobahnen - es ist Beginn der Herbstschulferien in NW - nicht so wie geplant an.
Gegen 17.30 Uhr laufen alle Schiffe aus: Richtung "Langehoekspölle" auf dem Fluessen. Dort treffen wir uns, legen an und bauen die Grills sowie unsere Klapptische und -stühle auf.
Ausgiebig wird gegrillt, die einzelnen Crews steuern noch viele Beilagen wie verschiedene Salate usw. zum Gelingen des Abends bei. Fassbier und Wein sorgen für die notwendige Feuchtigkeit im Magen für die Verdauung. Petromax und andere Lampen erleuchten unsere große gemeinsame Tafel. Die Stimmung wie immer gut. Aber gegen 22.00 Uhr wird es doch sehr kalt und die Crews verholen sich in ihre Schiffe. Dort wird noch ein gemeinsamer Umtrunk zu sich genommen und anschließend schlummern alle warm in ihren Schlafsäcken eingepackt in ihren Kojen.
Tag 2:
Die Crew der "Eline Vere" verabschiedet sich bereits gegen 08.30 Uhr bei strömenden Regen, da sie noch mehrere Segelschläge auf dem Ijsselmeer unternehmen will. Für heute sind ja 90 % Niederschlag angesagt. Die Crew der "Mata Hari" jedoch entschließt sich, erst später auszulaufen, um den Regen abzuwarten, was sich dann auch als besser erweist. Die Crew der "Tydtverdrijf" muß zurück nach Heeg, da sie noch einige Dinge in den Fahrzeugen vergessen hatte. Dort tauscht sie das Schiff gegen ein größeres ein, wie wir später am Abend in Lemmer beim gemeinsamen Treffen erfahren.
Gegen 10.00 Uhr legt die "Mata Hari" in Langehoekspölle ab. Der Wind ist mäßig, der Regen hat aufgehört. Unter Vollzeug dümpeln wir mehr als das wir segeln. Mehr als 0,5 kn Fahrt ist nicht drin. Also: Segel runter, Motor an und Richtung Stavoren. Dort schleusen wir aus und setzen auf dem Ijsselmeer alle Segel. Anfangs machen wir nicht viel Fahrt. Erst nach Runden des Frauensandes nimmt der Wind etwas zu. Es ist erstaunlich: es ist trocken, sonnig, warm und nicht viel Wind, obwohl die Wettervorhersage Regen und Sturmwarnungen angekündigt hat. Viele Großsegler sind auf dem Ijsselmeer. Ein großartiges Bild!
Unter achterlichem Wind und Schmetterlingssegeln macht das Boot dann gute Fahrt in Richtung Lemmer. Es macht Spaß, alle Trimmvarianten auf diesem Schiff auszuprobieren. Vor Lemmer machen wir ein kleines Rennen mit einer anderen Lemsteraak und danach treffen wir unsere "Eline Vere" wieder, die aus Richtung Urk heransegelt.
Durch die Lemstersluis schleusen wir ein, die "Ronde Walvis" liegt bereits im Buitenhaven und wartet auf uns. Nach uns schleust "Eline Vere" ein. Im Päcken verbringen wir die Nacht im Buitenhaven und bestaunen die riesige "Ronde Walvis", die allein im Salon und in den Kabinen enorm Platz bietet. Diese Crew will noch eine Woche verlängern und durch das Wattenmeer segeln, da machte es Sinn, das größere und bequeme Schiff zu nehmen.
Abends gibt es auf der "Mata Hari" Steaks, Insalata caprese und einen ordentlichen Rose zum Abendessen. Wir sitzen noch anschließend mit der Crew der "Eline Vere" in unserem Schiff, die Crew der "Ronde Walvis" ist früh zu Bett gegangen und wir beklönen noch den Tagesablauf.
Tag 3:
Um 10.00 Uhr verlassen wir Lemmer durch die Zijlroede. Die "Ronde Walvis" beschließt, über das Ijsselmeer zu segeln, da sie den ersten Tag durch den Schiffswechsel verloren hatte. Die anderen beiden Schiffe gehen über die Friesen Meeren, da wir verabreden, über Sloten uns alle in Heeg zu treffen.
Der Wind hat zugelegt, aber es bleibt trotz gegenteiliger Wettervorhersage trocken. Unter Groß und Fock segeln wir den Prince-Margret-Kanal hoch, um dann nach Sloten abzubiegen. Hier treffen wir die "Eline Vere", die an einer Fähre kurzfristig angelegt hat, um ein Reff in das Groß einzubinden.
Die "Mata Hari" segelt gemütlich unter Fock nach Sloten. Direkt vor der Mühle und der Festungsmauer machen wir Halt, legen an diesem schönen Platz an und warten auf die "Eline Vere". Dann unternehmen wir gemeinsam einen Spaziergang durch den wunderschönen Ort Sloten und sitzen bei Appelgebakken mit Slagroom und Kopje Koffie an der Gracht und machen Pause.
Danach fahren wir los, passieren die Brücke in Sloten und fahren unter Vorsegel über das Slotermeer nach Woundsend. Direkt vor der Brücke in Woundsend bricht der Regen auf einmal in Massen los, aber: nach Passieren der Brücke ist es sofort wieder alles trocken.
Auf dem Heeger Meer liefern sich "Mata Hari" und "Eline Vere" ein spannendes Rennen nur unter Fock. Wir versuchen gegen den Wind in Richtung Westen aufzukreuzen, was auch gut gelingt. Teilweise machen wir 6 kn Fahrt. Gegen 17.00 Uhr brechen wir unser Rennen ab, laufen unter Fock nach Heeg, um uns bei Frau Feenstra zum gemeinsamen Fischessen zu treffen. Von der "Ronde Walvis" haben wir noch nichts gehört.
Nach dem gemeinschaftlichen Abendessen laufen wir im Jachthaven Heech by de Mar ein und die "Ronde Walvis" kann uns durch Verholen eines anderen Schiffes Platz anbieten, da sie selbst gerade vor 2 Minuten angelegt hat und uns einlaufen sieht. Alle drei Crews nehmen erst einmal einen ordentlichen Anleger. 3 Leute müssen leider schon nach Hause und packen ihr Auto. Danach geht die Crew von "Ronde Walvis" zu Frau Feenstra, um das dortige Fischmenü nachzuholen.
Nach 22.00 Uhr treffen sich alle Crews auf der "Ronde Walvis". Es gilt, den anstehenden Geburtstag eines Crewmitgliedes der "Ronde Walvis" zu feiern, der am kommenden Tag Geburtstag hat. Gegen 02.00 Uhr löst sich die stimmungsvolle Geburtstagsfeier auf, da die anderen Crews am nächsten Morgen die Schiffe auschecken müssen.
Tag 4:
Um 09.00 Uhr sind "Mata Hari" und "Eline Vere" übergabebereit. Die Crew der "Ronde Walvis" checkt nicht aus, da sie noch eine Woche auf dem Wattenmeer verbringen will.
Fazit:
Wieder einmal haben wir das richtige Wetterzeitfenster bei unserem Vereinsausflug mit traditionellen Segelschiffen in Holland gefunden. Gute Segelschläge über das Ijsselmeer und Friesen Meeren waren bei diesen Wetterverhältnissen möglich, da der ursprüngliche negative Wetterbericht nicht zutraf. Ein harmonisches und schönes Wochenende ging leider wieder einmal viel zu schnell vorbei und wir freuen uns wieder auf die nächste Saison mit diesen wunderschönen Schiffen.
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Vereinsausflug 2009 mit traditionellen Lemsteraaken Törnbericht USC-Vereinsausflug mit traditionellen Segelschiffen 09.-12.10.2009 in NL Teilnehmende Schiffe: "Mata Hari" (Lemsteraak 9,50 m), "Eline Vere" (Lemsteraak 9,50 m), "Tydtverdrijf" (Lemster


