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9 October, 20119 October, 2011 5 comments Nicht kategorisiert Nicht kategorisiert

Am 16.06 war es soweit, aus Dank das Jörg uns mit seiner Bonito zum 24 uur Zeilrace mitnimmt,
haben Lars und ich ihn zu einer Fahrt mit der Zeeschouw HL94 eingeladen.
Zurück zu den Wurzeln hieß es schon bei der Anfahrt nach Oostmahorn, da ich einen Leihwagen
ohne Navi hatte, fing die Kartenarbeit schon im Auto an. Da nicht jeder Ort in der Karte verzeichnet ist,
verlängerte sich unsere Fahrt zum Hafen, was sich noch negativ bermerkbar machen sollte.
Der Hafen von Oostmahorn war pleite und hat nun einen neuen Pächter, auf den viel Arbeit wartet, kurzum es
sieht alles heruntergekommen aus, Sanitärgebäude ist nicht in Betrieb.

Die HL94 ist 10 Meter lange Vissermann Schouw, die noch nach klassischenm Stil gebaut wurde.
Das bedeutet, das sie einen recht kurzen Mast hat und man bei 5 Bf. durchaus noch ungerefft fahren kann und keine Backstagen
vorhanden sind, was eine schöne Arbeitserleichterung mit sich bringt.
Täglich muss die Welle geschmiert werden, Positionslampen können bei Bedarf angebracht werden und das Schiff
verfügt über ein Sommerzelt, das die große Plicht komplett abdeckt, sodaß man wunderbar mit Anglerstühlen daqrunter sizten kann.
Unter Deck kann man weniger von Stehhöhe, den eher von Kniehöhe sprechen, die Toilette ist nur für echte "Notdurft" gedacht.
Egal auch die beiden wesentlich längeren Kollegen haben sich unter Deck sehr wohl gefühlt :-)

Lars war schon früher im Hafen und hat das Schiff für uns abgenommen, nun mussten nur noch der Proviant an Bord gebracht werden
und dann schnell zur Schleuse die um 19:00 Uhr schließt, damit wir noch ins Wattenmeer und nach Schiermonnikoog kommen können. Doch unsere Anmeldung über Funk bleibt
unbeantwortet, sodaß wir um 5 vor 7 vor der Schleuse festmachen und die Nacht dort verbringen müssen.
Hoffen wir das der Schleusenwärter einen schönen Abend gehabt hat, nächtes Mal nehme ich das Navi mit und bin hoffentlich wieder früher vor Ort.

Um 7:00 Uhr morgens weckt uns der Lärm des ersten Fischers, der raus ins Watt zum Fischen fährt. Also runter mit dem Sommerzelt, ab in die Schleuse und durch nach
Lauwerssog Buiten und erstmal ordentlich frühstücken. Morgens ist noch Ebbe, sodaß wir Zeit genug haben und uns den Fischereihafen noch näher angucken können.
Einen Hafenmeister gibt es hier nicht mehr, ähnlich wie in Dänemark steht nur noch Bezahlautomat für Liegeplatz und Dusche zur Verfügung, ansonsten gähnende Leere.
Gegen 11:00 Uhr geht es los Richtung Ameland, ein stetiger Wind von 5-6 Bf. aus S - SE lässt uns so manche Wendemanöver fahren und wir kommen teilweise nur schlecht voran.
Wir haben das einzige Reff eingezogen, das Boot steckt jede Böe von bis zu 7 Bf. die nach der Landabdeckung auftreten ohne Probleme weg.

 


Nachdem wir ein wenig abgekürzt haben, um den Am Windkursen aus dem Weg zu gehen, bekommen wir auf Ameland noch die Auflösung des Inseltriathlons mit.
Abends ist ein Besuch des Heksenhuis Pflicht, eines der besten Restaurants auf Ameland.

Am nächsten Tag bietet sich uns dasselbe Bild, bewölkter Himmel mit Unwetterwarnungen Wind aus S -SE, perfekt für den Rückweg nach Lauwersoog.
Lars muss heute schon abreisen, Jörg und ich werden noch eine weitere Nacht an Bord verbringen. Die am Vortag gefunden "Abkürzungen" wurden noch ausgeweitet,
sodaß wir fast stetig einen Halbwindkurs halten konnten. Gegenüber gestern konnte man heute auch die Untiefen besser entdecken und entsprechend ausstaken.
Lars lieferten wir pünktlich in Oostmahorn ab, jetzt hieß Hebel auf den Tisch und raus ins Watt zum Trockenfallen.
Nach meinen Berechnungen mussten wir um 18:15 festsitzen, dann konnten um kurz nach 20:00 Uhr für eine Stunde herumlaufen und gegen Halbelf wären wir wieder flott.
Da wir nicht viel Zeit hatten fuhren wir in der Nähe des Braakzands fest unweit des Fahrwassers. Die Stelle versprach einigermaßen begehbar zu sein und nicht allzu
schlammig. Als wir festsaßen, mussten wir ansehen, wie über den Inseln und dem Festland ein Unwetter haraufzog, wir hatten Glück und blieben mittig von beiden unbeschadet.
Die Bilder sind aber schon furchteinflößend. Der gewählte Platz war wircklich relativ hart und man konnte bis zu den Prielen gehen, wo sich dann allerdings der Schlick sammelte.

Gegen 22:30 Uhr waren wir dann wieder flott und verjagten bei unserem Anleger die schlafenden Möwen vom Steg. Am nächsten Morgen ging es dann in den Binnenhafen von Lauwersoog
zumTanken und zurück nach Oostmahorn. Zurück blieb ein wunderschönes Wochenende auf einem herrlich segelndem Schiff und vielleicht habe ich ja Jörg ein wenig vom Plattbondenfahren
begeistern können.

TagsTags: watt plattboden 
1 September, 20111 September, 2011 2 comments Nicht kategorisiert Nicht kategorisiert

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit, die 24 Stunden Regatta stand an. Ziel der Regatta ist es auf freiwählbaren vorgegebenen Strecken, soviel Meilen wie möglich zu Segeln, wobei jede Strecke nur 2 Mal gesegelt werden darf.

 

 

Pünktlich um 19:00 Uhr gingen wir über die Startlinie in Lemmer, dem Heimathafen der "bonito".
Mit an Board Skipper und Eigner Jörg, sowie die Stammcrew um Gerd, Guido, Lars und meine Wenigkeit.
Da wir dieses Jahr nur zu Fünft waren, sah der Wachplan abwechselnd 3h Wache 2h Pause vor. Dieses war ziemlich hart, da man in den 2h Pause kaum zum Schlafen kommt und die herrschenden Wetterbedingungen zusätzlich an den Kräften zerrten.

 

 

Das Wetter war recht ungemütlich, wir hatten fast immer um die 20-25 Knoten Wind in manchen Windstößen bis zu 35 Knoten aus südwestlicher Richtung. Nachts soll dann einmal eine schwarze Wand aufgezogen sein, nachdem gerefft worden und die Sturmfock aufgezogen war, stellte sich unter der Wand ein Flaute ein. An anderen Stellen muß es dafür umso heftiger gekracht haben, 100 Yachten sollen gar nicht gestartet sein, 50 gaben auf, Mast und Ruderbrüche waren zu beklagen.

 

 

Unsere Strategie bestand diesmal darin, erstmal den unteren Teil des Isselmeeres abzufahren um dann zum Schluß die oberen Strecken zu nehmen um Nahe der Ziellinie zu bleiben, da der Wind auf West drehen sollte. So zogen wir unsere Halbwindbahnen auf dem Ijsselmeer, bis der Zeitpunkt zur Berechnung der noch zu segelnden maximalen Strecke zur  verbleibenden Zeit gekommen war.

 

 

Da der Wind noch nicht gedreht hatte und sogar mehr aus Süden kam, entschieden wir uns nochmal die Strecke zur Boje SB-C zu fahren, um von dort mit Halbwind und mehreren Optionen langsam hoch zur Tonne WV 19 zu Segeln. Doch wie es sein sollte, entschied sich der Wind auf West zu drehen, als wir an der SB-C ankamen. Nun hieß es gegenan und gegen die Uhr zu segeln, da es ab 19:45 Uhr Strafpunkte gab und man bis 20:45 Uhr über der Ziellinie sein musste, sonst drohte nach über 24h die Disqualifikation.

 

 

An der WV 19 angekommen, wurde bei schwächer werdenden Winden die große Genua gesetzt, um auf den letzten Metern nochmal Dampf zu machen. Was auch bitter nötig war, da wir 8 Minuten vor Toresschluss die Ziellinie überquerten und so der Disqualifikation entgingen. Ein gutes hatte es so spät im Hafen zu sein, wir bekamen einen Liegeplatz direkt am Meldesteiger und mussten nicht ins Endlospäckchen. Obwohl der Hafen und die Promenade dieses Jahr sehr spärlich belegt war. Das Wetter hatte auch die sonst zahlreichen Zuschauer von einem Besuch abgehalten.

 

 

Am Ende kamen über 158 Seemeilen rum, von denen 133 Meilen gewertet wurden. Unsere Streckenübersicht kann man sich hier  im PDF anschauen.

TagsTags: stunden 
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